Jakob Pfeiffer

Jakob Pfeiffer wurde geboren am 30.04.1886 in Zepfenhan bei Rottweil in Württemberg als Sohn eines Bauern und Wirts. 1908 Abitur am Gymnasium Rottweil, im selben Jahr Eintritt ins Priesterseminar in Dillingen, dort Studium   der   Philosophie und Theologie, 1912 zum Priester geweiht. Zunächst Kaplan   in Haldenwang bei Kempten, in Aindling und Waltenhofen, 1915 Stadtkaplan   in Lindau, 1916 Benefiziat in Schongau bis 1940. Von 1940 bis 1944 Pfarrer in Altusried. 1944 gestorben in Kempten. Jakob Pfeiffer betätigt sich in Schongau vor allem in der Arbeiterseelsorge und in der Volksbildung.   1919 gründet er eine Volksbücherei. Er bemüht sich um Wohnraum für Arbeiter, baut zu diesem Zweck das Josephsheim. Von 1929 bis 1931 gelingt es durch seine Vermittlung, 26 kleine Eigenheime zu errichten, von 1934 bis 1935 sechs Häuser für Familien, 1925 gründet Pfeiffer den katholischen Frauenbund Schongau, außerdem einen Begräbnisverein auf Gegenseitigkeit. Aufgrund seiner außerordentlichen Tätigkeit im sozialen Bereich kommt es früh zu Spannungen mit dem Schongauer Bürgermeister. 1929 kandidiert Pfeiffer deshalb selbst für den Stadtrat und wird auch gewählt. Er ist Vorstand der   Bayerischen Volkspartei in Schongau. 1933 zieht er erneut in den Stadtrat ein. Um der politischen Konfrontation mit den Nationalsozialisten zu entgehen, aber auch aufgrund der Bestimmungen des Reichskonkordats vom 20.07.1933 scheidet Pfeiffer am 08.08.1933 bereits wieder aus dem Stadtrat aus. Es gelingt ihm erfolgreich, den   Josephs- und Begräbnisverein vor dem Zugriff der Nationalsozialisten zbewahren. Deshalb kommt es zum Konflikt und Pfeiffer wird in Schutzhaft genommen. Auf Betreiben des Stadtrates Schongau wird er nach einer Woche wieder aus der Schutzhaft freigelassen. Pfeiffer ist nämlich unentbehrlich, um den Bau der Häuser für die Familien fertig zu stellen. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten wird die Buchführung der von Pfeiffer geführten Vereine mehrmals streng geprüft, in der Hoffnung, ihm Unregelmäßigkeiten nachweisen zu können. Das gelingt jedoch nicht. Bei seinen Predigten wird versucht, ihm Verstöße gegen den sog. Kanzelparagraphen anzuhängen. Auch das misslingt. 1940 wird Pfeiffer als Pfarrer in Altusried installiert. 1944 stirbt er an einer Bauchfellentzündung aufgrund einer zu späten Blinddarmoperation im Krankenhaus Kempten. Das Beispiel, das er in einer schwierigen Zeit gegeben hat, empfiehlt ihn uns als Vorbild und als Namensgeber für unser Pfarrheim.

Nutzungsmöglichkeiten unseres Pfarrheims

Großer Saal
für vielfältige größere Veranstaltungen, Bestuhlung für über 350 Besucher, variable Bühne für Schauspiel und Musikveranstaltungen, angegliedert ein professioneller Ausschank und eine Austeilküche.

Mehrzweckraum
geeignet für kleinere Veranstaltungen mit unterschiedlichen Möblierungsvarianten samt mobiler Bareinrichtung und Teeküchenzeile, Bestuhlung für ca. 30 Besucher.

Kleiner Saal
geeignet für kleine bis mittlere Veranstaltungen, Bestuhlung für ca. 50 Besucher.

Ministrantenzimmer
fest vergeben und eingerichtet von unseren Ministranten.

Tea-Time-Zimmer
kleiner, gemütlicher Raum mit Herd und Spüle. Geeignet für kleine Gruppen. Zur Zeit benutzt von der Krabbel- und Spielgruppe, dem Deutschkurs der VHS und der Jugendgruppe.

Frauenbundzimmer
für den Verein ein Raum für Tagungen und regelmäßige Treffen.

Kolpingzimmer
der Verein Kolping belegt diesen Raum und trifft sich dort regelmäßig.

 

Hausmeisterin: Johanna Pitzl

Kontakt und Belegungsanfragen über das Pfarrbüro Tel.: 0 88 61 / 717 12 bzw. Fax: 0 88 61 / 717 22